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Der Duero ist ein Fluss in Nordwestspanien und Nordportugal (portugiesischer Name Douro). Er ist etwa 897 km lang und hat ein Einzugsgebiet von etwa 98.400 km². Damit stellt er die Hauptentwässerung von Altkastilien dar. Dort sind mehrere Stauanlagen angelegt. In Portugal stellt er die Grenze zwischen den Landschaften Trás-os-Montes und Douro gegenüber Beira dar. Der Duero mündet bei Porto in den Atlantik. Nördlich seines Mittellaufes liegt in Portugal das Hochplateau der Serra de Aboboreira mit der Megalithanlage Chã da Parada. Im Neolithikum war das gesamte Gebiet nördlich des Duero einschließlich Galiciens ein einheitlicher Kulturraum. Ribera del Duero ist ein bedeutendes Weinanbaugebiet in Spanien. Mit ca. 13.000 ha macht es rund ein Viertel der Anbaufläche des Weinbaugebietes Rioja aus. Die Hauptrebsorte ist der Tempranillo (siehe hierzu auch den Artikel Weinbau in Spanien). Von der spanisch-portugiesischen Grenze bis in die Gegend von Régua sind die Gebiete um den Douro das streng abgegrenzte Anbaugebiet des Portweins. In früheren Zeiten wurden die Fässer auf Booten bis in die Portweinkellereien in Vila Nova de Gaia und Porto verschifft. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Duero
Quelle: www.portwine.de/ |
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... von Pinhao bis Tua (beide noch im Cima Corgo) sind wir auf dem Douro
entlanggeschippert und dann in einen Zug gekrabbelt, der uns bis Pocinho
gebracht hat ...
... aber erst einmal geht es in Pinhao los ... ... und es ist wesentlich einfacher unter dieser Brücke hindurch als oben drüber zu fahren ... |
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Nachdem man 1756 beschloß, das Gebiet für die "schiffbaren" Weine
abzugrenzen und ein Kataster anzulegen, wurden in den Jahren 1758 bis 1761 -
unter der Ägide des Marquês de Pombal - erstmals genaue Karten erstellt und
Grenzsteine gesetzt, um die Demarkierung auch physisch sichtbar zu machen. Diese Maßnahme - in der Weinwelt bis dahin einmalig - war äußerst erfolgreich: Der Ruf besserte sich, die Preise und Exporte stiegen. Nach dem Rücktritt des Pombal (1777) wurde die erst kurz zuvor geschaffene Reglementierung zunehmend aufgeweicht. Die Demarkierung wurde, infolge der wachsenden Nachfrage immer weiter ausgeweitet - die Qualität der neuen Lagen jedoch unzureichend beachtet. So hatte sich bereits 1801 das abgegrenzte Gebiet in etwa verdoppelt. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde die Situation zunehmend chaotischer (Auflösung der Companhia usw.). Die Überproduktion an Portwein wurde erst durch die großen Epedemien - insbesondere die Reblaus, die 1868 erstmals am Douro auftrat - gesenkt. Um den Namen Porto endgültig handelsrechtlich zu schützen, definierte
João Franco die Região Demarcada (Abgegerenztes Gebiet) 1907 neu. Ein Jahr
später wurde sie noch einmal überarbeitet und verkleinert. Die letzten
Korrekturen erfolgten dann 1921 - In dieser Version ist die Demarkierung bis
heute gültig. Sie umfaßt ein Gebiet von rund 250.000 Hektar, von denen
weniger als 15% mit Reben bepflanzt sind. Offiziell wird das Anbaugebiet in drei Regionen eingeteilt: Baixo Corgo, unteres Corgo, ist die kleinste Region. Sie beschreibt die Umgebung des Rio Corgo und der Stadt Peso da Régua. Auf rund einem Drittel des Gebietes wird Wein angebaut, so daß sich dort knapp die Hälfte aller Weinberge des Douro befindet. Die Weine sind leichter und werden von vielen Herstellern für jung zu trinkende Ports (einfache Tawnys usw.) verwendet. Cima Corgo, oberes Corgo, ist gut doppelt so groß wie das Baixo Corgo. Im Herzen der Region liegt das Städtchen Pinhão an der Mündung des gleichnamigen Flusses in den Douro. Weniger als 15% der Fläche ist mit Reben bestockt, was einen Anteil von rund zwei Fünfteln an der Gesamtrebfläche ausmacht. Die erzeugten Weine gelten als das Nonplusultra der Douro-Region und bilden eine wesentliche Grundlage (fast) aller namhaften Vintage Ports. Die Namen der Quintas entlang des Douro - Malvedos (Graham's), Roêda (Croft), Bomfim (Silva & Cosens/Dow's), La Rosa usw. - oder auch im Pinhão Tal - Santo António (Fonseca), Noval, Terra Feita (Taylor's) usw. - lesen sich wie ein Who is who des Portweins. Douro Superior, oberster oder äußerster Douro, ist die größte der Regionen. Sie breitet sich östlich von S. João da Pesqueira bis zur spanischen Grenze aus. Infolge der stromaufwärts immer ungünstigeren Bedingungen ist nicht einmal ein Zwanzigstel der Fläche mit Wein bepflanzt. Doch auch hier wachsen einige der ganz großen Portweine: Güter wie die Quinta da Ervamoira (Ramos-Pinto) am Rio Côa oder die berühmten Quinta das Vargellas (Taylor's) und Quinta de Vesúvio (Symington-Gruppe) am Ufer des Douro liegen in dieser Region. Quelle: www.portwine.de/ |
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| ... davon gibt es ein paar mehr Fotos, weil ich es einfach nicht lassen konnte - zu verlockendes Motiv ... |
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Von Porto den Douro flußaufwärts erheben sich rund 30 Kilometer vor Peso da
Regua zwei mächtige Gebirge: Nördlich des Stroms die Serra do Marão (1.415
m) und südlich die Serra de Montemuro (1.382 m). Sie schützen das
Douro-Gebiet vor kühlen atlantischen Winden und auch viel Feuchtigkeit
regnet sich dort ab.
Es herrscht somit ein relativ trockenes Klima bei höheren Temperaturen. Den Douro weiter flußaufwärts folgend, nehmen die Niederschläge immer weiter ab (1.000-400 mm/Jahr), während die Temperaturen in umgekehrten Maße zunehmen. Ähnliches gilt auch bei zunehmender Entfernung vom Douro wenn man den Nebentälern aufwärts folgt. Quelle: www.portwine.de/ |
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Geschichte / die frühen Zeiten Die ältesten Belege für einen Weinanbau in der Douro-Region stammen aus der Bronzezeit; Traubenkerne und Weinreben aus jener Zeit wurden an einigen Stellen gefunden. Während der römischen Besatzung dehnte sich der Weinbau weiter aus, und auch aus dem 7. und 8. Jahrhundert finden sich Schriften, die den Anbau von Wein erwähnen (u.a. Westgotischer Kodex). Mit dem Beginn des 2. Jahrtausends unserer Zeitrechnung häufen sich die Quellen, die von einer recht intensiven Weinkultur zeugen. So belegt der Freibrief von S. João da Pesqueira aus dem 11. Jh., daß der Tribut der Stadt in Wein zu zahlen war. Bereits zweihundert Jahre später wurden Schiffe, die Wein geladen und Vila Nova de Gaia zum Ziel hatten, zollpflichtig. Da die Stadt Lamego - heute bekannt für seine Sektproduktion - damals das Weinbauzentrum war, hieß der Douro-Wein dieser Tage Vinho de Lamego. Erste Aufzeichnungen für den Export des Lamego-Weins finden sich ebenfalls im 13. Jahrhundert. Frankreich - mit Beziehungen zur Douro-Region seit dem 11. Jh. durch Heinrich II. von Burgund - dürfte dabei erster bedeutender Importeur gewesen sein. Aus dem 14. Jh. sind Lieferungen größeren Ausmaßes nach Brügge, Rouen und Honfleur belegt. Doch auch die Engländer, die später entscheidend für die Entwicklung des Portweins verantwortlich sein sollten, handelten bereits. Englische Aufzeichnungen erwähnen Oporto erstmals anno 1318 als Handelspartner. Ein Abkommen, nach dem die Portugiesen gegen Lieferung u.a. von Lamego-Wein vor den Küsten Englands fischen durften, stammt aus dem Jahr 1353 (bei einigen Autoren 1373). Weitere Kontrakte folgten, und so entwickelte sich langsam und doch kontinuierlich ein reger Handel. Aufstieg und Fall: Die ErsteIn der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts siedelte sich eine Reihe englischer Handelsleute in Porto an, und die ersten britischen Portweinfirmen wurden gegründet (Warre 1670, Taylor 1692 usw.). Auch die Bezeichnung Vinho do Porto wurde in diesen Jahren erstmals verwendet: Ribeiro de Macedo benutzte bereits 1675 diesen Namen, und drei Jahre später registrierte der Zoll von Porto Weine, die von dort verschifft wurden unter dieser Bezeichnung.Gegen Ende des 17. Jahrhunderts erlebte der Export des Vinho do Porto einen gewaltigen Aufschwung. Die Qualität der Douro-Weine war in England inzwischen geschätzt, und die kriegerischen Auseinandersetzungen mit Frankreich (Pfälzischer Krieg 1688-97 und Spanischer Erbfolgekrieg 1701-13/14 mit Allianz zwischen England und Portugal) erschwerten zunehmend die Einfuhr französischer Weine auf die Insel. Die Ausfuhren explodierten von rund 700 Pipas pro Jahr gegen Ende des 17. Jh. auf bis zu 19.000 Pipas in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Auch wurden für die Weine immer höhere Preise gezahlt. Eine Pipa brachte bis über 70.000 Reis, was nach einem Umrechnungsversuch von 1990 mehr als 3.000 DM entsprach. Die Folge war eine Vergrößerung der Rebflächen, und - da sehr lukrativ -
nahmen auch Betrügereien zu. Immer mehr minderwertige Weine aus anderen
Gebieten wurden eingeschmuggelt. Um leichtere Weine wenigstens mit kräftiger
Farbe auszustatten, wurde ihnen Holundersaft zugesetzt, was 1737 schließlich
zu einer königlichen Verordnung führte, die Holundersträucher in einem
Gebiet von je 5 km von den Douro-Ufern sowie das Mischen von weißen mit
roten Trauben und die Düngung der Weinberge verbot. Quelle: www.portwine.de/ |
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Die Companhia und der Marquês de Pombal Die
katastrophale Lage um den Douro-Wein zur Mitte des 18. Jh. zwang die
Beteiligten zum Handeln. Es war deutlich geworden, daß nur eine strikte
Kontrolle durch ein entsprechendes Organ dem Untergang des Portweins Einhalt
gebieten konnte.Führende Produzenten gaben - unter Initiative des Premierministers Sebastião José de Carvalho (der 1769 zum Marquês de Pombal wurde) - Grundsätze für eine zu schaffende Kontrollorganisation am Hof ein. In einer überarbeiteten Fassung führte diese Eingabe dann zur königlichen Verfügung vom 10. September 1756, in der Gründung und Satzung der Companhia Geral da Agricultura das Vinhas do Alto Douro genehmigt wurden. Die in der Folgezeit meist nur Companhia genannte Organisation hatte u.a. "die Erhaltung des guten Rufes des Weines und des Weinanbaus, was gleichzeitig dem Handel zugute kommen soll, der mit dieser Ware getrieben wird..." (Satzung) zum Ziel. Die Satzung regelte auch die Kapitalbildung der Companhia (Aufteilung in Aktien zu je 400.000 Reis) und sah vor, "daß in kürzester Zeit eine Karte gemacht, ein Kataster von den beiden nördlichen und südlichen Ufern des Rio Douro angelegt wird, in dem das Gebiet festgeschrieben wird, das echte, schiffbare Weine produziert, die die Mündung desselben Flusses verlassen können...". Zum ersten Mal in der Geschichte des Weinbaus sollte hier eine Weinregion genau abgegrenzt und die einzelnen Lagen bewertet werden, um "die Weine der Hänge des oberen Douro und seines Gebietes (...) für die Verschiffung (...) ganz und gar von den Weinen der Orte (zu trennen), die nur solche Weine herstellen, die im Lande getrunken werden können". Auch wurden die Preise, zu denen die Companhia bei den Erzeugern kaufte und die, zu denen die Companhia an die Händler wieder verkaufte, nach der jeweiligen Herkunft gestaffelt, festgelegt. Um Fälschungen zu unterbinden, wurden natürlich auch Strafen angedroht: So z.B. für den "Schankwirt, der die erwähnte Ordnung ändert oder in die Fässer der besseren Qualitäten minderwertige Weine füllt oder sie miteinander mischt, zahlt beim ersten Mal hunderttausend Reis, verliert allen Wein, der bei ihm gefunden wird, an den Kläger und erhält eine sechsmonatige Gefängnisstrafe; beim zweiten Mal verdoppeln sich die Strafen und bei einem dritten Verstoß wird er zusätzlich zu diesen Strafen öffentlich ausgepeitscht und in das Königreich Angola verbannt". Quelle: www.portwine.de/ |
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Der Benefício - die Avinierung - das AufspritenDer eigentliche Vorgang, der Douro-Wein zu Portwein macht, ist der Benefício: Das Aufspriten des gärenden Mostes mit hochprozentigem Weinbrand.Wann man mit dieser Praxis begonnen hatte, läßt sich heute nicht mehr genau sagen. Was zuerst wohl mit geringen Branntweinzugaben - um die Stabilität beim Transport zu erhöhen - begonnen hatte, dürfte allgemein erst gegen Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts das heutige Ausmaß angenommen haben. Zumindest sprach sich der legendäre Baron Forrester noch um 1850 strikt gegen jegliche Zugabe von Branntwein aus. Heute wird die Gärung sämtlicher Portweine - egal ob rot oder weiß, Vintage oder Ruby - durch Zugabe von 76-78 %igem Weinbrand bzw. 98 %igem Weindestillat gestoppt. Der Zeitpunkt des Stoppens bestimmt dabei den verbleibenden Restzucker, also die Süße des Portweins und auch die Menge, die zugegeben werden muß. Je weiter der Wein bereits vergoren ist, desto weniger Brand wird hinzugefügt. Es ist ja bereits ein höherer Alkoholgehalt aus der Gärung vorhanden und Portwein muß - gesetzlich vorgeschrieben - als Endprodukt zwischen 18 und 21 %vol. aufweisen. Quelle: www.portwine.de/ |
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Quintas Das portugiesische Wort Quinta bedeutet Land- bzw. Weingut und wird, wie überall im Land, auch am Douro verwendet. Was man sich unter einer Quinta vorzustellen hat, reicht von einer größeren Gartenlaube bis hin zu herrschaftlichen Landhäusern mit diversen Nebengebäuden. Die Fläche einer Quinta kann von einigen wenigen, bis zu mehreren hundert Hektar betragen. Selten ist jedoch alles mit Reben bestockt; oft findet man Zitrusbäume und Oliven. Einige alte Weinberge liegen auch - meist seit der Reblauskatastrophe - brach. Auf vielen der rund 84.000 Weinberge im Douro produzieren die 30.000 registrierten Winzer Tafelwein und keinen Port. Und die, die Portwein produzieren, liefern häufig die Trauben, den Most oder fertigen Port an die Cooperativen und Shipper. Einige Weingüter verfügen jedoch über Lagen, die ausgezeichneten Port hervorbringen. Diese Quintas, deren Weine z.T. auch als Single Quinta Vintages auf den Markt kommen, sind mit ihren charakteristischen Weinen den großen bordelaiser Chateaux vergleichbar. Fast alle dieser Quintas haben langjährige Kontrakte mit einem der großen Portweinhäuser oder wurden mittlerweile von diesen gekauft. Eine solche Quinta - und um die soll es hier gehen - besteht zumindest aus drei Gebäude(teile)n: Die Adega (portug.: Weinkeller) mit den Lagars, in denen das eingebrachte Lesegut gestampft wird und bis zum Abstoppen durch die Zugabe von Wein-Destillat gärt. Der Armazém (portug.: Lagerhaus), der meist tiefer als die Adega liegt und ein Faßlager beherbergt. Der Wohnbereich, der oft über dem Armazém liegt, um diesen möglichst kühl zu halten Weitere Gebäude oder Gebäudeteile können Unterkünfte für Saisonarbeiter und Besucher sein. Oft finden sich auch Ställe und andere landwirtschaftliche Gebäude. Quelle: www.portwine.de/ |
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